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ARBEITSUNFÄHIGKEIT BEI JUNGEN BESCHÄFTIGTEN MEIST KURZ

Junge Beschäftigte leiden besonders oft an Erkrankungen der Atemwege sowie Verdauungsproblemen – deutlich häufiger als ihre älteren Kollegen. Das zeigt eine Untersuchung der VIACTIV Krankenkasse zu Arbeitsunfähigkeitsdaten Beschäftigter bis zum Alter von 25 Jahren. Die meisten Arbeitsunfähigkeitsfälle dieser Beschäftigtengruppe sind allerdings von kurzer Dauer.

Die meisten Arbeitsunfähigkeitsfälle junger Beschäftigter sind von kurzer Dauer. © Westend61_42-25284170_Corbis

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Untersucht hat die VIACTIV die Arbeitsunfähigkeitsdaten von 22.335 Beschäftigten bis 25 Jahre aus dem Jahr 2017. Berufsstarter und Azubis gehören in diese Gruppe genauso wie junge Beschäftigte, die schon einige Jahre berufliche Erfahrung haben. 82.895 Arbeitsunfähigkeitsfälle ergaben insgesamt 579.088 Arbeitsunfähigkeitstage. Damit dauerte ein AU-Fall in dieser Gruppe im Durchschnitt 6,9 Tage (im Durchschnitt aller Beschäftigten dauerte ein Fall 12,7 Tage). Der Jahres-Krankenstand lag bei den jungen Versicherten bei 4,5 Prozent.

Rund 80 Prozent der Krankmeldungen in dieser Altersgruppe sind Kurzzeiterkrankungen. Damit werden alle Erkrankungen mit einer maximalen Dauer von 7 Tagen bezeichnet. Die durchschnittliche Dauer einer Kurzeiterkrankung lag bei 3,28 Tagen. Lediglich 2 Prozent aller Krankheitsfälle in dieser Altersgruppe waren Langzeiterkrankungen (Erkrankungen mit einer Dauer von mehr als 42 Tagen); die durchschnittliche Falldauer betrug hier 80,9 Tage.

Die häufigsten Einzeldiagnosen bei den jungen Versicherten stammen aus der Gruppe der Atemwegserkrankungen. Sie machen rund ein Drittel aller AU-Fälle und 22 Prozent aller AU-Tage aus. Im Durchschnitt dauert eine Erkrankung in diesem Bereich 4,8 Tage.

Die längste Falldauer – 19,9 Tage – entsteht bei den jungen Beschäftigten durch psychische Erkrankungen. Insgesamt machen diese in der Altersgruppe zwar nur einen Anteil von 4 Prozent aller AU-Fälle aus, sie verursachen aber 12 Prozent aller AU-Tage. Junge Beschäftigte sind hier nicht weniger belastet als andere Altersgruppen, allerdings nimmt die Dauer der Fälle mit dem Alter zu. Als Einzeldiagnose dominiert die depressive Episode.

Muskel-Skelett-Erkrankungen spielen in dieser Altersgruppe mit 8 Prozent der Fälle noch eine untergeordnete Rolle. Allerdings weist die Falldauer von über 10 Tagen auf den Langzeitcharakter von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie zum Beispiel chronische Rückenschmerzen hin.

An der zweiten Stelle des Diagnose-Rankings für Arbeitsunfähigkeitsfälle junger Beschäftigter stehen Verletzungen und Vergiftungen. Hier gibt es einen deutlichen Unterschied der Geschlechter. Sind bei den jungen Männern 13 Prozent aller AU-Fälle und 25 Prozent aller AU-Tage dieser Diagnosegruppe zuzuordnen, entfallen auf die gleichaltrigen Frauen lediglich 7 Prozent der Fälle und 12 Prozent der Tage.

„Junge Menschen brauchen gute und motivierende Präventionsangebote, um langfristigen Folgen besonderer Belastungssituationen vorzubeugen. Das Ziel unserer Bemühungen in der Gesundheitsförderung ist, ihre Gesundheitskompetenz durch Maßnahmen am Arbeitsplatz und in der Freizeit zu stärken und verhaltensabhängige Risiken für die Gesundheit zu verringern“, so Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV Krankenkasse.

Über die VIACTIV Krankenkasse:
Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an nahezu 60 Standorten über 700.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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