AOK

Der aktuelle gesundheitspolitische E-Mail-Newsletter der AOK 3/2018

Krankenhaus-Report: Strukturen in Deutschland müssen zentralisiert werden

Aktuelle Analysen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigen, dass die stationäre Versorgung durch zentralere Strukturen verbessert werden kann. Bund und Länder sollten für das Jahr 2025 ein Zielbild entwickeln, schlägt der AOK-Bundesverband vor. „Ein deutlicher Schritt wäre es bereits, wenn zukünftig Kliniken mit mehr als 500 Betten die Regel bilden“, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Litsch bei der Präsentation des Krankenhaus-Reports 2018 in Berlin. Nordrhein-Westfalen wolle diesen Prozess „gewinnbringend begleiten“, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei dieser Gelegenheit an. „Bei den Planungen standen bisher oftmals die Bettenzahlen im Fokus. In Zukunft muss mehr die Qualität im Fokus stehen.“ Nicht nur bei Krebsoperationen, auch bei anderen planbaren Eingriffen wie Hüftprothesenoperationen und sogar in der Notfallversorgung sei eine stärkere Spezialisierung so wie Zentralisierung nötig und möglich, ergänzte WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber, Mitherausgeber des Reports. „Die Diagnose, dass die mangelnde Konzentration stationärer Fälle zu unnötigen Todesfällen führt, wird von der Politik mittlerweile akzeptiert, auch wenn es mit der Therapie noch hapert“, bilanzierte Prof. Dr. Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin.

Infos: www.aok-bv.de

Gesundheitsstudie:Kinder sind immernoch zu dick

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Mehr als jedes siebte Kind in Deutschland hat Übergewicht. Das geht aus der jüngsten Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) hervor. Demnach sind15,4 Prozent der Kinder und Teenager zwischen drei und 17 Jahren zu dick.5,9 Prozent sind sogar fettleibig. Damit haben sich die Werte seit dem Beginn der großen Untersuchung in den Jahren 2003 bis 2006 nicht verändert.Als positiv werten die Forscher, dass der Trend zum Übergewicht – wenn auch auf hohem Niveau – gestoppt wurde. Fast die Hälfte der Kinder, die zu viel auf die Waage bringen, leidet auch später als Teenager unter Fettpolstern. Noch immer sind Kinder aus sozial schwachen Familien dicker als ihre Altersgenossen aus Elternhäusern mit einem höheren Sozialstatus. Für die jüngste KiGGS-Erhebung hat das RKI über 25.000 Kinder, Jugendliche undEltern befragen lassen. Die Untersuchung ist nach Angaben des Instituts die umfassendste Jugendgesundheitsstudie in Deutschland.

Infos: www.rki.de