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Die Spinner sind wieder da

Das Frühjahr ist die Zeit des Eichen-Prozessionsspinners – ein Nachtfalter, dessen Raupen man fast ausschließlich auf Eichen antrifft. Der Schädling hat nicht nur großen Appetit und frisst die befallenen Bäume kahl, seine Gifthaare können bei Menschen zu heftigen allergischen Reaktionen von Haut, Augen und Atemwegen führen. Zurzeit beginnt in vielen Gegenden der alljährliche Kampf gegen den Schädling.

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Der Eichen-Prozessionsspinner ist zunächst ein Baumschädling – seine Raupen ernähren sich von Eichenblättern. Ab Anfang Mai bilden die Raupen große Nester an Baumstämmen oder in Astgabeln. In diesem Stadium entwickeln sie Gifthaare, die sie in die Nester einspinnen. Sie sollen vor natürlichen Feinden schützen. Aber sie sind auch für Mensch und Tier durchaus unangenehm. Denn Gifthaare und leere Puppenhüllen können heftige Allergien und Hautreizungen auslösen. Die Beschwerden reichen von stark juckenden Hautausschlägen bis zu Asthmaanfällen. Daher sollten Menschen den Kontakt mit den Nestern unbedingt vermeiden, etwa bei dem Versuch den Schädling zu bekämpfen. Aber auch umliegende Gebiete können durch die mikroskopisch kleinen Härchen betroffen sein, da sie durch den kräftigen Frühjahrswind verteilt werden. Allergische Reaktionen sind also nicht nur bei direktem Kontakt möglich.

Bevorzugt werden von dem Nachtfalter vor allem besonnte Eichen und Alleebäume. Das Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile von Nordrhein-Westfalen sowie die Städte des Ruhrgebiets, Süddeutschland, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bekämpft wird der Schädling an vielen Orten, dennoch nimmt seine Verbreitung zu. In der Regel weisen Kommunen und Behörden in besonders belasteten Gebieten auf die Gefahren hin. Menschen sollten diese Hinweise unbedingt beachten und zum Beispiel befallene Parks oder Wälder meiden.

Sind Eichen-Prozessionsspinner in der Nähe, sollte man

  • Fundstellen den örtlichen Behörden melden, damit die Eichen-Prozessionsspinner fachgerecht bekämpft werden können
  • befallene Gebiete meiden
  • die Haut durch Kleidung vor Kontakt schützen
  • Raupen und deren Nester nicht berühren oder unsachgemäß bekämpfen

Bei Kontakt mit dem Eichen-Prozessionsspinner Kleider schnellstens wechseln, wenn möglich duschen oder mindestens die Haare waschen und die Augen mit Wasser spülen. Sollte es dennoch zu Reaktionen kommen, können Kaltkompressen auf der juckenden Haut lindernd wirken. Bei starken und anhaltenden Reaktionen unbedingt den Arzt aufsuchen.

Über die VIACTIV Krankenkasse:

Die VIACTIV betreut mit etwa 1.500 Mitarbeitern bundesweit an nahezu 60 Standorten über 700.000 Versicherte und 110.000 Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW).
VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Betriebe: u.a. Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL, Werften in Rostock und Wismar.

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