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Dr. Georg Schreiber-Medienpreis der AOK Bayern

Nachwuchsjournalisten erhalten Auszeichnung für herausragende Berichterstattung

Zum 16. Mal hat die AOK Bayern heute in München den mit insgesamt 30.500 Euro dotierten. Dr. Georg Schreiber-Medienpreis in Kooperation mit der Deutschen Journalistenschule München e.V. (DJS) und den Nachwuchsjournalisten in Bayern e.V. (NJB) verliehen. Bei dem Festakt im Bayerischen Rundfunk (BR) wurde Till Krause mit seinem Autorenteam für die Recherchearbeit „Das Scheingeschäft“, veröffentlicht im Magazin der Süddeutschen Zeitung (SZ), mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

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Der zweite Preis dieses Wettbewerbs zur Förderung des journalistischen Nachwuchses ging an Michaela Schwinn für ihre in der SZ publizierte Reportage „Gesund ist das nicht“. Den dritten Platz belegte Christina Fleischmann mit ihrer Ich-Erzählung „Unter Alten“, erschienen in der Passauer Neuen Presse. Den bundesweiten Sonderpreis ohne Altersbegrenzung sicherte sich Anne Kunze für ihren Beitrag

„Ich wollte keine Glatze. Die Pille, die der Arzt mir gab, hat mein Leben zerstört“, geschrieben für DIE ZEIT. Der Fernsehpreis ging an das Team um Hendrik Rack für die Sendung „Organspende: Sabina braucht eine neue Lunge“, produziert vom BR. Den Hörfunkpreis erhielten Nadine Ahr und Christiane Hawranek für ihr Feature „Die gefallenen Mädchen“, ebenfalls ausgestrahlt vom BR. Der Online-Preis wurde Michael Bartlewski und seinen Mitstreitern zugesprochen für die multimediale Darstellung „Die Frage – Muss ich mich besser ernähren?“, eingestellt beim BR. Eine „außerordentliche Würdigung“ erfuhr das Rechercheteam der SZ für seine Serie „Implant Files“ über fehlerhafte Medizin- produkte.

Den Ehrenpreis für herausragendes publizistisches Engagement erhielten die Investigativ-Journalisten von CORRECTIV für ihre Recherchen im gesundheitspolitischen Bereich, welche sie anderen Redaktionen kostenfrei im Internet zur Verfügung stellen. Dass die Non-Profit-Organisation in Zeiten finanziell bedrohter Verlagshäuser und Zeitungen damit einen wesentlichen Beitrag leiste, die Wächterfunktion der Medien aufrechtzuerhalten und Missstände speziell im Gesundheitswesen aufzudecken, betonte Christa Stewens bei ihrer Laudatio. Die ehemalige bayerische Gesundheits- und Sozialministerin ist neben anderen langjährigen bayerischen Gesundheitspolitikern Mitglied der Jury des Medienpreises. Dem Gremium gehören neben den Vertretern der Initiatoren – AOK-Vorstandsvorsitzende

Dr. Irmgard Stippler, DJS-Leiterin Henriette Löwisch und Katia Murmann von den NJB – auch Journalisten aus allen Mediensparten an. Diese beiden Pole, Politiker einerseits und Medienvertreter andererseits, stellten sicher, so Irmgard Stippler, dass auch die unterschiedlichen Sichtweisen auf die journalistischen Arbeiten zum Tragen kämen. „Unsere Jury kann zwar die notwendige Kontrolle der Redaktionen nicht ersetzen, aber wir haben den Auftrag und den Anspruch, besonders sorgfältig und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu bewerten“, betonte sie mit Verweis auf den hochdekorierten Journalisten Claas Relotius, dessen aufgedeckte Fälschungen die Medienbranche erschüttert haben.

Wie in den Vorjahren waren in dem seit 2003 ausgeschriebenen Wettbewerb bundesweit und regional nahezu alle renommierten Medien vertreten. Eingereicht wurden rund 200 Beiträge, die sich mit gesundheits- und sozialpolitischen Themen befassen müssen.

Die aktuelle Ausschreibung des Dr. Georg Schreiber-Medienpreises findet sich im Internet unter www.aok-medienpreis.de. Nähere Informationen sind auch über die Zentrale der AOK Bayern (Tel.: 089-62730-184 / Andrea Winkler-Mayerhöfer) erhältlich.