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Folat: Deutsche gut versorgt, aber Mangel bei Schwangeren

Bei ihrer ersten Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft bekam Lisa K. von ihrer Frauenärztin ein Rezept für Folsäuretabletten. Bis dahin war ihr dieses Vitamin vollkommen unbekannt gewesen. Erst durch ihre Ärztin erfuhr sie, dass eine ausreichende Versorgung mit Folsäure in der Schwangerschaft besonders wichtig ist – vor allem, um Neuralrohrdefekten des Babys vorzubeugen. Folat, oder auch Folsäure oder Vitamin B9, ist vielen Menschen noch ein unbekannter Begriff. Dabei ist das Vitamin entscheidend für Zellwachstum und -teilung.

Folatversorgung in Deutschland

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Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in einer Studie mit 7.045 Personen (3.669 Frauen und 3.376 Männern) im Alter von 18 bis 79 Jahren die Serumfolatwerte ermittelt. Das Ergebnis: Rund 86 Prozent der Deutschen sind ausreichend mit Folat versorgt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Schwangere jedoch deutlich höhere Folatkonzentrationen, denn der Bedarf ist während der Schwangerschaft deutlich erhöht. Diese Werte erreichen jedoch nur 5 Prozent der Frauen – 95 Prozent dagegen nicht. Daher ist die zusätzliche Aufnahme in Form von Folsäure während der Schwangerschaft essenziell.1

„Eine folatreiche Ernährung mit Vollkornmehl, grünen Blattgemüsen, Tomaten, Kartoffeln und Gurken und natürlich auch Obst ist für Schwangere ideal. Dennoch kann ein Teil des Folats beim Kochen verlorengehen. Daher ist die Nahrungsergänzung durch Folsäure in der Schwangerschaft unerlässlich, um gesundheitliche Risiken für das Baby zu minimieren“, erklärt der Gynäkologe K.-Wolfgang Schulz aus Bottrop.

Folat unterstützt gesunde Schwangerschaft

Die WHO rät, dass Schwangere täglich zur Nahrung 30 bis 60 mg elementares Eisen und 400 µg Folsäure – also synthetisch hergestelltes Folat – zu sich nehmen sollten. Ein Mangel an Folat sowie Eisen kann sich während der Schwangerschaft negativ auswirken – sowohl auf die Gesundheit der Mutter als auch auf die Entwicklung des Babys. Bei der Mutter können Anämie, Eisenmangel und Eisenmangelanämie auftreten, beim Baby kann es unter anderem zu Neuralrohrdefekten, Anämie, Frühgeburt und geringem Geburtsgewicht kommen.3

Ebenfalls essenziell während der Schwangerschaft: Jod

Fast ebenso wichtig wie Folat ist für Mutter und Kind die ausreichende Jodversorgung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen Schwangeren sowie Stillenden, täglich 230–260 ìg Jod zu sich zu nehmen. So beugen Schwangere einem Jodmangel vor, der bei der Mutter zur Unterfunktion der Schilddrüse führen kann. Die Jodversorgung hat zudem Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion des Säuglings sowie auf die Entwicklung des zentralen Nervensystems und des Körperwachstums. Somit ist eine ausreichende Jodzufuhr auch für das Baby von zentraler Bedeutung.

KNAPPSCHAFT fördert Gesundheit für Mütter und Babys – mit dem AktivBonus junge Familie, App und mehr

Eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft ist gar nicht so einfach. Daher hat die KNAPPSCHAFT gemeinsam mit dem Essener Institut für Ernährung, Sport und Gesundheitsmanagement (ESG) die App „Lebensstark ernährt“ für werdende Mütter entwickelt. Die App ist kostenfrei im Google Playstore und im Apple Store erhältlich. Schwangere finden hier alles Wichtige rund um die Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit sowie zur Ernährung von Babys und Kleinkindern. „Wir sehen uns als Partner für Gesundheit und soziale Sicherheit. Unsere Gesundheitsexperten sorgen sich um unsere Versicherten und ihren Nachwuchs schon lange vor der Geburt. Dabei setzen wir auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und moderne Kommunikationskanäle, zum Beispiel mit unserer App ,Lebensstark ernährt‘ und unserem sich stets anpassenden Leistungsspektrum“, fasst Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT, zusammen. Seit dem 1. Januar 2018 bezuschusst die KNAPPSCHAFT mit 200 Euro die Kosten für nicht verschreibungspflichtige apothekenpflichtige Arzneimittel wie zum Beispiel Präparate zur Folsäure- und Jod-Prophylaxe mit den Inhaltsstoffen Folsäure (Vitamin B9), Jod und Eisen, die der behandelnde Arzt während der Schwangerschaft empfiehlt. In den 200 Euro können auch die Kosten für zusätzliche ärztliche Leistungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge enthalten sein, wenn ein besonderes Risiko besteht sowie die Kosten für eine Hebammenrufbereitschaft.

Um auch die kleinsten Versicherten gut versorgt zu wissen, fördert die KNAPPSCHAFT das Engagement werdender Eltern außerdem mit dem AktivBonus junge Familie in Höhe von 100 Euro. Diesen gibt es für die kontinuierliche Vorsorge in der Schwangerschaft.