Knappschaft

KNAPPSCHAFT nimmt neuen UNICEF-Bericht ernst

Präventiv gegen Cybermobbing und für den sicheren Umgang mit dem Internet

Präventionsprojekt „Firewall Live“ seit sechs Jahren erfolgreich

Der aktuelle UNICEF-Bericht zeigt, dass jeder zweite Jugendliche weltweit Gewalt in der Schule erlebt. Das Thema Gewalt und Mobbing an Schulen hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch das Internet und die sozialen Netzwerke hat sich insbesondere die Qualität des Mobbings verändert.

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Viele Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche das Netz nicht nur zum Recherchieren und Hausaufgaben bewältigen nutzen. Sie bewegen sich autark in sozialen Netzwerken und haben dabei eventuell schon Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht. Hier muss Prävention ansetzen.

Bettina am Orde, Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT betont: „Leider gehen Kinder und Jugendliche bisweilen unvorsichtig mit ihren persönlichen Daten im Netz um. Damit laufen sie Gefahr, Opfer von Cybermobbing zu werden. Mobbingattacken im Netz können zu gesundheitlichen und psychischen Problemen führen. Hier will die KNAPPSCHAFT vorbeugen und im Rahmen von Schulungsmaßnahmen Kinder und Jugendliche aufklären.“

Mit ihrem Präventionsprojekt „Firewall Live“ stärken die Krankenkasse KNAPPSCHAFT und der Deutsche Kinderschutzbund die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und fördern nachhaltig deren sicheren Umgang mit dem Internet sowie den sozialen Netzwerken. Auch in diesem Jahr werden bundesweit 20 Schulen besucht.

Cordula Lasner-Tietze, Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes sagt: „Unsere Erfahrungen in Schulen zeigen, dass der Bedarf an Kompetenzförderung im Umgang mit Medien bei Kindern, Jugendlichen, Lehrkräften und Eltern sehr hoch ist. Es geht darum, die Kinder auf die Problematik des Cybermobbings vorzubereiten und Handlungsstrategien bekannt zu machen, die den Schutz von Kindern frühzeitig gewährleisten. Die Bereitschaft der Schulen, diese Projekte ermöglichen, ist dabei unerlässlich.“

Medienkompetenz in Schulen steigern

Ziel von „Firewall Live“ ist es, dass die junge Internetgeneration lernt, sich vor vielschichtigen Risiken im Netz zu schützen. Dazu finden Medienkurse an Schulen speziell für Kinder und Jugendliche der 6. bis 8. Jahrgangstufen sowie für deren Eltern und Lehrkräfte statt.

Cybermobbing kann bei Kindern und Jugendlichen nachweislich zu psychischen Erkrankungen führen. Ein respektvoller Umgang miteinander im Internet fördert präventiv auch ein gesundheitsbewusstes Verhalten.

Hintergrundinformationen

Seit 2012 waren die Krankenkasse KNAPPSCHAFT und der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. mit „Firewall Live“ bundesweit an 79 Schulen unterwegs. Dabei wurden ca. 4.020 Kinder und Jugendliche die Themen Cybermobbing und Datensicherheit näher gebracht sowie 180 Lehrkräfte und etwa 3.900 Eltern in dem Projekt geschult und aufgeklärt.

Weitere Informationen zum Projekt und die Abschlussberichte der letzten Jahre finden Sie unter www.firewall-live.com