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Krankenstand: Enorme regionale Unterschiede

Darmstadt mit wenigen Fehlzeiten, Vogelsbergkreis mit sehr vielen

Der Krankenstand unter den Versicherten der AOK Hessen ist 2018 im Vergleich zum Jahr davor von 5,5 auf 5,6 Prozentpunkte sachte angestiegen. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK. AOK-versicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren 2018 im Durchschnitt 20,6 Tage krankgeschrieben. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 11,3 Tagen. Bundesweit lag der Krankenstand unter AOK-Versicherten im Durchschnitt bei 5,5 Prozent.

Psyche nicht das Hauptproblem

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Besonders hoch war der Krankenstand mit 7,4 Prozent im Februar 2018, besonders niedrig im Juli (4,8 Prozent). Diese Werte spiegeln insbesondere das Erkältungs- und Grippegeschehen in den Wintermonaten wider. Der Anteil von Arbeitsunfähigkeitsfällen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 3,5 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen verursachten jedoch 38,4 Prozent aller Fehl-Tage. Die Branche Energie/Wasser/Entsorgung/Bergbau hatte mit 7,8 Prozent den höchsten Krankenstand. Der niedrigste Wert war im Wirtschaftszweig Banken/Versicherungen mit 3,6 Prozent festzustellen. Schaut man sich die Ursachen für eine Krankschreibung genauer an, fällt auf, dass Muskel- und Skeletterkrankungen 22,2 Prozent aller Fehltage verursachen und damit an der Spitze liegen. Danach kommen Atemwegserkrankungen (14,2 Prozent) und psychische Erkrankungen (11,2 Prozent).

Enorme regionale Unterschiede

Signifikante Unterschiede gibt es in Bezug auf die regionale Verteilung der Fehlzeiten. So ist der Krankenstand in Darmstadt mit 4,4 Prozent und im Main-Kinzig-Kreis mit 4,7 Prozent auffallend niedrig. Im Vogelsbergkreis mit 6,8 Prozent und im Schwalm-Eder-Kreis mit 6,5 Prozent fällt er dagegen besonders hoch aus. Grundsätzlich ist zu beobachten, dass in Mittel- und Nordhessen mehr Fehltage anfallen als in Südhessen. Dabei gilt: Fehlzeiten haben für Mitarbeitende wie Unternehmen besondere organisatorische, soziale und persönliche Belastungen zur Folge. Die Unternehmen sind aber auf gesunde Beschäftigte aller Altersgruppen angewiesen und immer stärker auch auf ältere Beschäftigte, da das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland zukünftig sinken wird. Die AOK Hessen ist deshalb seit vielen Jahren in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) aktiv und kann interessierten Unternehmen hier maßgeschneiderte Angebote erstellen. Dazu gehören z. B. betriebsspezifische Analysen, Prozessbegleitung und Steuerung von BGF-Maßnahmen, passgenaue Gesundheitsprogramme und ein Erfolgscontrolling.