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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes erhält als Saarland-Sieger den Gesundheitspreis für Unternehmen im Saarland

Sieger in der Sonderkategorie „Unternehmen bis 50 Mitarbeiter“ ist Globus Online Drive GmbH & Co. KG mit Sitz in Saarbrücken

47 Unternehmen haben am AOK-MehrWert, dem Gesundheitspreis für Unternehmen, teilgenommen. Sie bewarben sich mit innovativen Projekten für die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Unser Ziel ist es Unternehmen für neue Wege im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu motivieren und zu begeistern“, so Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Alle Firmen, die betriebliche Gesundheitsförderung bereits erfolgreich eingeführt haben, konnten sich mit Ihren Projekten für den Gesundheitspreis bewerben und auch die Bewerbungsphase für 2019 läuft bereits an. Bei der Beurteilung der Ideen galten Kriterien wie Innovation und Nachhaltigkeit im Unternehmen. Auch war auschlaggebend, ob die Beschäftigten hinreichend über das Projekt und dessen Umsetzung informiert waren und welches Projektergebnis der Betrieb verzeichnet hat.

Vertreter der AOK gratulieren dem Sieger Saarland

Eine Expertenjury ermittelte aus den Projekten den Saarland-Sieger – der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Gleiches gilt für den Gesamtsieg in der Rubrik „Unternehmen bis 50 Mitarbeiter“.

„Ein Unternehmen ist nur so gesund wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Dass diese fit und munter bleiben, ist unsere oberste Priorität. Im saarländischen Wirtschaftsministerium hat das Betriebliche Gesundheitsmanagement bereits seit mehreren Jahren einen hohen Stellenwert. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nachhaltig dafür zu sorgen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund und motiviert zusammenarbeiten können und bei krankheitsbedingtem Ausfall die bestmögliche Unterstützung erhalten. Ich freue mich daher sehr, dass unsere Idee eines ganzjährigen Gesundheitstages aufgegangen ist“, so Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes.

„Die AOK gratuliert dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, als Sieger des Saarlandes sowie der Globus Online Drive GmbH & Co. KG als Sieger der Sonderkategorie ganz herzlich. Wir freuen uns über das gelungene Projekt Gesundheitsjahr 2018 sowie das innovative Modell der Informationskultur. Die Konzepte kommen direkt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Gute. Dieser vorbildliche Einsatz der beiden Sieger im Sinne der Beschäftigten bekräftigt uns darin, verstärkt im betrieblichen Gesundheitsmanagement aktiv zu sein – als zentraler Partner der Unternehmen und als sorgendes Netzwerk“, sagt Hoffmann weiter.

Vertreter der AOK gratulieren dem Sieger Unternehmen bis 50 Beschäftigte

„Wir sind sehr stolz darüber, für den Wechsel in unserer internen Kommunikationskultur auf diese Weise anerkannt zu werden“, freut sich Rafael Voigt, Verwaltungsleiter der Globus Online Drive GmbH & Co. KG, Saarbrücken über den Sieg in der Sonderkategorie.

(Kontaktdaten und Projektbeschreibung s. Anhang)

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland begleitet schon jetzt pro Jahr über 600 Unternehmen bei Gesundheitsprojekten – von der Analyse der Ausgangssituation über die Planung und Durchführung geeigneter Maßnahmen bis hin zur Erfolgskontrolle. Die AOK unterstützt so rund 180.000 Personen, davon sind rund 70.000 älter als 50 Jahre – im Zuge der demografischen Entwicklung ein wichtiger Aspekt.

Ganz wichtig: Auch im Jahr 2019 findet der AOK MehrWert statt. Anmeldeschluss für interessierte Unternehmen ist der 31. Oktober 2019. Die Preisverleihung findet dann Anfang 2020 in Saarbrücken statt.

Weitere Informationen dazu unter: https://www.aok-business.de/rheinland-pfalz-saarland/gesundheit/ansprechpartner/

Auflistung der Sieger AOK-MehrWert 2018 – Der Gesundheitspreis für Unternehmen mit Kontaktdaten und Kurzbeschreibung

Preisträger des Saarlandes:

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Petra Eckstein
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 SaarbrückenTel: 0681/501-4183
E-Mail: p.eckstein@wirtschaft.saarland.de

Projektbeschreibung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, 295 Beschäftigte, Öffentliche Verwaltung:

Zur Sensibilisierung der Belegschaft führte das Ministerium in den letzten Jahren regelmäßig neben dem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement 6 erfolgreiche Gesundheitstage durch. Die Teilnehmerzahlen an den vielfältigen Angeboten waren jeweils zufriedenstellend, dennoch konnten aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums an den Gesundheitstagen teilnehmen. Aus diesem Grund wurde in 2018 der „ganzjährige Gesundheitstag“ geschaffen, sodass durch die systematische Streckung der Angebote nun alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, alle Führungskräfte sowie der Staatssekretär teilnehmen können.

Aufbauend auf den Analyseergebnissen des ganzheitlichen BGM, den Erfahrungen aus den vorangegangenen Gesundheitstagen, der Analyse der Gesundheitssituation sowie den identifizierten Mitarbeiterbedürfnissen werden im Rahmen von jahreszeiten-orientierte Kampagnen unterjährig vielfältige, permanent evaluierte Angebote vorgehalten, welche über klassische Präventionsangebote bei Gesundheitstagen inhaltlich und zeitlich hinausgehen.

Das Gesundheitsjahr bildet den gesamten BGM-Zyklus ab. Analysen sind immer die Grundlage für die Ermittlung von Handlungsschwerpunkten und Angeboten. Alle Maßnahmen werden evaluiert, um die darauf die Planungen für das Folgejahr aufzubauen. Um die Nachhaltigkeit zu stärken, erfolgen zur Sensibilisierung häufig Screenings, an welche Vorträge und Kurse gekoppelt sind.

Zunächst wurden die Personalvertretung, der BGM-Steuerkreis und alle Führungskräfte in das Konzept „Gesundheitsjahr 2018“ eingebunden. Die Wirtschaftsministerin motivierte die Beschäftigten persönlich zur Teilnahme. Alle Infos werden im Intranet gepflegt und jeder Beschäftigte erhielt einen wertigen Flyer mit dem Titel „Gesundheitsjahr 2018“ überreicht.

Wogegen bisherige Gesundheitstage die Themen Bewegung, Ernährung und Entspannung betonten, konnte durch den neuen Ansatz das Feld „psychosoziale Gesundheit“ in den Fokus gerückt werden. Die Teilnahmequoten an den Angeboten konnten gesteigert werden, meist sind die Maßnahmen ausgebucht. Eine systematische Feedbackkultur wurde abteilungsübergreifend etabliert. Letztendlich hat sich durch die interdisziplinäre Besetzung der Maßnahmen, welche häufig über Wochen angeboten werden, die Unternehmenskultur verbessert.

Sonderkategorie (bis 50 Beschäftigte):

Globus Online Drive GmbH & Co. KG (Fridel Markt & Restaurant)
Raphael Voigt (Verwaltungsleiter)
Halbergstraße 4
66121 Saarbrücken
E-mail: r.voigt@globus.net

Globus Online Drive GmbH Co. KG, 40 Beschäftigte, Markt und Restaurant:

Das Kleinunternehmen setzt sich seit Herbst 2017 mit gesundheitlichen Belastungen und Gesundheitsangeboten aus den Präventionsfeldern Ernährung, Stressreduktion und Bewegung auseinander. Auffällig waren zu Beginn des Prozesses Belastungen der Belegschaft durch Informationsdefizite sowie eingeschränkte Beteiligungsmöglichkeiten. Fridel unternahm daraufhin im April 2018 einen Paradigmenwechsel in seiner Unternehmenskultur. Strategien, Ziele und Maßnahmen werden seither nicht von oberster Hierarchieebene präsentiert und vorgegeben, sondern gänzlich im Rahmen von Workshops gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet und festgelegt. Hierbei geht es um zukunftsrelevante Aspekte, wie z.B. dem Rollout des Konzepts auf andere Großstädte.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Berufsgruppen (Köche, Beschäftigte im Markt, Kassierer) ordneten sich freiwillig den Workshops zu. Alle Geschäftsbereiche wurden und werden abgebildet. Das klassische Informationsmanagement wurde zeitgleich abgelöst durch eine Informationskultur über Workshops und regelmäßigen Ergebnisberichten in Jour Fixes. Externe Berater wurden nicht einbezogen.

Mitarbeiter wurden somit zu Beteiligten, neue Kommunikationskanäle wurden geöffnet. Es ist seither ein verbessertes Arbeitsklima und eine neue, bessere Betriebskultur beobachtet. Silo-Denken findet nicht mehr statt, das Verständnis untereinander wurde gestärkt. Der Krankenstand konnte von 3,53% auf 2,11% gesenkt werden. Auch die Fluktuation konnte von 71% auf 48% reduziert werden. Zukunftsweisende Entscheidungen werden nun mit den Betroffenen gemeinsam getroffen. Das Unternehmen möchte das neue Vorgehen nicht als zeitlich begrenztes Projekt verstanden wissen. Das Neudenken der Zusammenarbeit ist in auch Anbetracht der Erfolge auf Dauer angelegt.