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PIKKO muss fortgesetzt werden

Erfolgreiches Projekt für saarländische Krebspatienten

Die Diagnose „Krebs“ ist für jeden Erkrankten eine große physische und psychische Belastung. Probleme, mit denen Betroffene im Laufe einer Behandlung konfrontiert werden, können nicht allein mit medizinischer Hilfe gelöst werden, sondern erfordern viele weitere helfende Hände. Mit dem saarländischen Projekt PIKKO (Patienteninformation, -kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie) wurde im Jahr 2017 ein Projekt im Rahmen des Innovationsfonds angestoßen, um Betroffenen individuell abgestimmte Angebote zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen. Am 27. Februar trafen sich alle Beteiligten – darunter Krebsgesellschaft, Selbsthilfe, Krankenkassen, Ärzte und das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie – zu einem gemeinsamen Austausch über den aktuellen Projektfortschritt. Das einmütige Fazit: PIKKO ist erfolgreich und muss fortgeführt werden.

Unser Foto zeigt v.l. IKK Südwest-Geschäftsführer Dr. Lutz Hager, Ministerin Monika Bachmann und IKK Südwest-Vorstand Prof. Dr. Jörg Loth
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Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, bedankte sich bei allen Beteiligten für das große Engagement und den Einsatz zur Verbesserung der onkologischen Versorgungsstrukturen im Saarland: „Aus meiner Sicht leistet PIKKO einen unschätzbaren Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von Krebspatientinnen und –patienten, weil es bestehende Lücken füllt. Mit PIKKO eröffnen sich Möglichkeiten, die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten konkret im Saarland – perspektivisch aber in ganz Deutschland – qualitativ weiter zu entwickeln.“ „Die Nachfrage bestätigt, dass wir einen akuten Bedarf erkannt haben und mit PIKKO einen Beratungs- und Informationspfad etablieren konnten, der diesen Bedarf effektiv beantwortet“, konstatierten Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand IKK Südwest, und Dr. Lutz Hager, IKK-Geschäftsführer. „Wichtig ist, dass wir die Patienten in ihren Selbstmanagementfähigkeiten stärken.“ Nico Schneider, der am Universitätsklinikum Jena die wissenschaftliche Begleitung betreut, vermittelte nach ersten Umfrageergebnissen, dass PIKKO auf einem guten Weg sei. Die Ergebnisse der Begleitforschung entscheiden, ob PIKKO nach dem Auslaufen der Förderung durch den Innovationsfonds in diesem Herbst in die Regelversorgung überführt werden kann. Susanne Welsch, Onkolotsin, und Annette Blug, psychoonkologische Beraterin, gaben praktische Einblicke in die Arbeit mit den Erkrankten. Die persönliche Ansprache aber auch die Unterstützung durch die onkologische Wissensdatenbank „Mein Pikko“ werde von den Patienten sehr gut angenommen. Der Vortrag Dr. Steffen Wagners, Vorsitzender der Saarländischen Krebsgesellschaft, schließlich rundete die Veranstaltung mit einem hoffnungsvollen Blick auf die aktuellen und künftigen Therapie-Optionen in der Krebsbehandlung ab.

Eine Teilnahme an dem Projekt ist für Versicherte der teilnehmenden Krankenkassen IKK Südwest, KNAPPSCHAFT und Techniker Krankenkasse noch bis zum 31.Oktober 2019 möglich. Projektbegleitend erfolgt eine wissenschaftliche Auswertung durch das Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie im Universitätsklinikum Jena. Bei einer positiven Bewertung soll das Projekt fortgeführt werden.

Hintergrund

PIKKO ist ein Gemeinschaftsprojekt von Deutscher  und Saarländischer Krebsgesellschaft, dem Universitätsklinikum Jena, den Krankenkassen IKK Südwest, KNAPPSCHAFT und der Techniker Krankenkasse zusammen mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten, der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland, mehreren saarländischen Kliniken sowie weiteren Partnern im Saarland und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie unterstützt. Es ist ein vom Innovationsfonds gefördertes Projekt. Weitere Informationen auf der Homepage unter www.pikko.de.