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Gelenke zu schnell auf dem OP-Tisch

Bewegung statt Skalpell: Neuer Versorgungsvertrag soll Arthrosebehandlung verändern und Betroffene schonen

Der typische Leidensweg von Patientinnen und Patienten mit Knie- oder Hüftgelenkarthrose beginnt oft mit leichten Schmerzen und endet häufig viel zu früh auf dem OP-Tisch. Und das, obwohl es alternative Behandlungsmöglichkeiten gibt, die das Fortschreiten der Erkrankung zumindest verlangsamen und die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktivieren können. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die AOK Hessen einen neuen Versorgungsvertrag ins Leben gerufen.

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Ziel von „AOK Priomed Orthopädie“ ist es, Patientinnen und Patienten mit Knie- oder Hüftgelenkarthrose gezielt und umfassend zu unterstützen – und zwar, bevor eine Operation in Erwägung gezogen wird. Dabei stehen konservative Therapiemethoden im Vordergrund, die darauf abzielen, die Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Der größte Vorteil des neuen Versorgungsvertrags besteht deshalb darin, dass er mehr Zeit für Beratung und Gespräche in der Praxis ermöglicht. Durch den Fokus auf konservative Behandlungsansätze können Ärztinnen und Ärzte intensiver auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten eingehen und gemeinsam mit ihnen die bestmöglichen Behandlungsmethoden entwickeln. Derzeit beteiligen sich 35 orthopädische und unfallchirurgische Praxen in Hessen an dem Vertrag mit der AOK. Bei Interesse an einer Teilnahme an dem Versorgungsvertrag sollten Patienten und Patienten gezielt nachfragen. Nachteile entstehen ihnen dadurch keine. Sollte nach der Befunderhebung klar sein, dass eine Operation angezeigt ist, wird sie natürlich durchgeführt.

Förderung von Sport und Bewegung

Bestandteil des neuen Versorgungskonzepts ist auch die Förderung von Sport und Bewegung. Denn regelmäßige körperliche Aktivität hat nachweislich positive Effekte auf die Gelenkgesundheit und kann Schmerzen reduzieren sowie die Mobilität erhalten. Ergänzend dazu werden bei Bedarf physiotherapeutische Maßnahmen und eine gezielte Schmerztherapie eingesetzt, um die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu steigern.

Operation nicht als erste Wahl

„Mit diesem neuen Versorgungsvertrag setzen wir ein klares Zeichen: Operationen sollen nur noch dann in Betracht gezogen werden, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind. Wir möchten den Betroffenen die bestmögliche Betreuung bieten und sie in Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten dabei unterstützen, ihre Gelenke durch Bewegung und gezielte Therapie zu stärken“, erklärt Dr. Christoph-Gérard Stein aus dem Medizinischen Kompetenzcenter der AOK Hessen. Er ergänzt: „Gelenkersatzoperationen sind keine Kleinigkeit, die man mal eben nebenbei macht. Operationen, auch an Knie- und Hüftgelenken, bergen erhebliche Risiken. Neben den allgemeinen Risiken wie Infektionen, Thrombosen und Narkosekomplikationen können spezifische Probleme wie Prothesenlockerung, eingeschränkte Beweglichkeit und anhaltende Schmerzen auftreten. Das Risiko steigt zudem mit dem Alter der Betroffenen.“

Hier gibt es eine Liste, welche Praxen bereits dabei sein: https://orthinform.de/karten/aok-hessen-priomed-orthopaedie-hessen

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