Der Verwaltungsrat der AOK Bayern warnt vor einem Finanzkurs zulasten der Beitragszahlenden. Angesichts drohender Milliarden-Defizite in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung fordert das Gremium eine nachhaltige Finanzierungsreform – statt Darlehen und Symbolpolitik.
„Wer die GKV mit Darlehen abspeist, verschiebt das Problem – er löst es nicht“, sagte Ivor Parvanov, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrats, bei der heutigen Sitzung in Nürnberg. „Wir brauchen eine faire Lastenverteilung – und endlich eine kostendeckende Refinanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben durch den Bund.“ Konkret kritisiert der Verwaltungsrat die Entscheidung der Bundesregierung, im Haushaltsentwurf 2025, statt höherer Bundeszuschüsse lediglich ein zinsfreies Darlehen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro bereitzustellen. Zugleich bleibt die versprochene vollständige