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Gesundheitsgipfel vom 26. Februar 2026: Nachhaltigkeit im Krankenhaus im Fokus

Vier regionale Preisträger: Verleihung des Krankenhaus-Nachhaltigkeitspreises

Am 26. Februar 2026 fand der Gesundheitsgipfel mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Krankenhäusern und dem Gesundheitswesen in Ludwigshafen statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Nachhaltigkeit im Krankenhauswesen strategisch verankert und konkret umgesetzt werden kann. Aus Sicht der AOK ist der Gipfel ein starkes Signal für gemeinsames Handeln und partnerschaftliche Verantwortung. Besonders erfreulich ist das große Engagement der Krankenhäuser, die Nachhaltigkeit nicht nur als Verpflichtung, sondern als Zukunftsaufgabe verstehen und aktiv gestalten.

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Ein besonderer Programmpunkt war die Vorstellung konkreter Nachhaltigkeitsmaßnahmen durch Jürgen Will, Leiter Verwaltungsmanagement und Prokurist des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen. Anhand praktischer Beispiele wurde deutlich, wie ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Stabilität und Versorgungsqualität miteinander verbunden werden können. Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen bedeutet weit mehr als Energieeinsparung oder Ressourcenschonung. Sie umfasst auch soziale Verantwortung, kluge Investitionen in moderne Infrastruktur sowie die Einbindung der Mitarbeitenden in Veränderungsprozesse. Gerade Krankenhäuser übernehmen hier eine Schlüsselrolle – als große Arbeitgeber, Innovationsorte und zentrale Akteure der regionalen Versorgung.

Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse betont: „Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Krankenhäuser tragen eine besondere Verantwortung für Patientinnen und Patienten, für ihre Mitarbeitenden und für kommende Generationen. Es freut zu sehen, mit welcher Konsequenz und Innovationskraft viele Einrichtungen diesen Weg bereits gehen. Als AOK verstehen wir uns dabei als Partner, der nachhaltige Strukturen unterstützt und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort zukunftsfähige Lösungen entwickelt.“

„Die Klimaschutzziele des Bundes stellen die Krankenhäuser vor enorme Herausforderungen. Sie müssen beachtliche Investitionsmittel aufbringen, um Gebäude energetisch zu sanieren und Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Quellen umzustellen. Denn mit einem Anteil von 5,2 Prozent des bundesweiten CO2-Ausstoßes liegt der deutsche Gesundheitssektor nur wenig hinter der Stahlindustrie mit 6 Prozent. Die Verbindung von Klimaschutz und Daseinsvorsorge ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Insoweit erwarten wir auch von der Politik, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Finanzierung nachhaltiger Projekte von Kliniken zu leisten. Die heute ausgezeichneten Krankenhäuser setzen positive und nachahmenswerte Akzente für ein zukunftsweisendes Engagement. Dafür gebührt ihnen Dank und Respekt“, so Andreas Wermter, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V..

Der 26. Februar stand insgesamt für Dialog, Verantwortung und gemeinsame Perspektiven für ein nachhaltiges Gesundheitswesen. So war ein Höhepunkt des Tages die Verleihung des Krankenhaus-Nachhaltigkeitspreises der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz. Mit dieser Auszeichnung soll sichtbar gemacht werden, welche Einrichtungen Nachhaltigkeit konsequent in ihrer Strategie verankern und damit beispielgebend für die Branche wirken. Die Gewinner der Auszeichnung sind das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, das St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen, Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer und die Marienhausgruppe mit Sitz in Waldbreitbach.