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Hessen hat Rücken

Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März: Fast zwei Millionen Menschen zwischen Hofgeismar und Heppenheim betroffen / besonders viele Diagnosen im Norden

Rückenschmerzen bleiben ein Massenphänomen. Der aktuelle Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt: In Hessen sind – bezogen auf den letzten Auswertungszeitraum 2023 – rund 1,88 Millionen Menschen so stark betroffen, dass sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Das entspricht einer Quote von 29,99 % der Gesamtbevölkerung. Während der Wetteraukreis mit 29,97 % fast exakt den hessischen Median abbildet, zeigen sich regional deutliche Unterschiede.

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Besonders im Norden des Landes ist die Belastung hoch. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg führt die Statistik mit einer Prävalenz von 40,71 % an. Auch der Werra-Meißner-Kreis (39,43 %) und der Kreis Waldeck-Frankenberg (36,65 %) liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt. Am wenigsten Rückenschmerzen werden dagegen in Darmstadt (24,81 %) und im Main-Taunus-Kreis (25,94 %) diagnostiziert. Im Bundesvergleich schneidet Hessen mit einem Platz im unteren Mittelfeld gut ab. Die Prävalenz liegt zum Beispiel in Thüringen (36 Prozent), Sachsen-Anhalt (36 Prozent) oder dem Saarland (34,8 Prozent) wesentlich höher.

Risikofaktoren: Alter, Gewicht und Psyche
Die Daten zeigen eine klare Korrelation: Die höchste Anzahl Betroffener findet sich erwartungsgemäß in der Altersgruppe zwischen 80 und 90 Jahren. „Bedeutende Risikofaktoren für die Chronifizierung von Rückenschmerzen sind zudem Übergewicht und Depression“, erklärt Dr. Christoph Stein, Mediziner bei der AOK Hessen. Dass diese Diagnosen in ländlichen Regionen mit einer tendenziell älteren Bevölkerung häufiger auftreten als in jungen Ballungsräumen, erklärt einen Großteil der regionalen Diskrepanzen. Rückenschmerzen sind jedoch nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem: Ihr Anteil an den gesamten volkswirtschaftlichen Aufwendungen durch Arbeitsunfähigkeit beläuft sich laut WIdO auf beachtliche 14 Prozent.

Hier geht es zum AOK Gesundheitsatlas: https://gesundheitsatlas-deutschland.de/

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