AOK

Fehlzeiten in Hessen leicht rückläufig

Trotzdem liegen Werte über dem Bund / Höchster Anteil an allen AU-Fällen sind kurze Erkrankungen

Entgegen der allgemeinen Nachrichtenlage, die eine Zunahme von Fehlzeiten nahelegt, sind die Arbeitsunfähigkeitstage in Hessen sogar leicht gesunken. Trotzdem liegt die Zahl der AU-Tage bei hessischen AOK-Versicherten im Jahr 2025 mit 24,03 Tagen im Jahr über dem Bund (23,3 Tage).

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Ein Sprung von jährlich etwa 20 AU-Tagen auf 24 AU-Tage war von 2021 auf 2022 zu beobachten und pendelte sich seitdem bei diesem Wert ein. Die Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass das hohe Niveau der Fehlzeiten in erster Linie durch einen statistischen Effekt infolge der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zu erklären ist. Die eAU hat dazu geführt, dass insbesondere kurzzeitige Erkrankungen vollständiger erfasst worden sind, die zuvor nicht zuverlässig gemeldet wurden. In Hessen ist trotzdem ein leichter Rückgang zu verzeichnen: 2024 waren es noch 24,67 Fehltage.

Kurz oder lang

Langzeiterkrankungen, die über 42 Tage andauern, machen 38,31 Prozent aller AU-Tage aus, aber nur 2,87 Prozent aller Fälle. Insbesondere psychische Erkrankungen führen zu längerer Abwesenheit. Im Durchschnitt liegt die Krankheitsdauer in diesen Fällen bei 30,1 Tagen. Bei Muskel-Skelett-Erkrankungen sind es weniger als halb so viel (14,35 Tage). Nach wie vor sind es die kurzen Erkrankungen (bis zu sieben Tage), die den mit Abstand höchsten Anteil der AU-Fälle ausmachen: Es sind 73 Prozent.

AU-Tage je AOK-Mitglied in Hessen

2025: 24,03   2024: 24,67   2023: 24,71   2022: 24,73  …  2016: 20,47

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AU-Fälle je 100 AOK-Mitglieder in Hessen + Tage je Fall (2025)

Psyche 13,65   Atmungserkrankungen 90,85   Muskel/Skelett 44,86

30,1 Tage         5,56 Tage                                     14,35

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