AOK

Nicht sofort in die Notaufnahme

Digitale Ersteinschätzung: Meinung ist noch gespalten

Zwar gibt es sie noch nicht. Doch trotzdem hat die AOK Hessen Menschen aus Hessen gefragt, was sie von einer digitalen, standardisierten und medizinischen Ersteinschätzung halten würden. Mit ihr könnte die Dringlichkeit eines Anliegens und die Steuerung im Gesundheitssystem besser gemanagt werden. Eine Mehrheit steht diesem Konzept offen gegenüber. Vor allem Männer.

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Befragt wurden von Insa* im Auftrag der AOK Hessen repräsentativ über 1.000 Menschen. Erläutert wurde dabei auch, dass Symptome und Beschwerden der Patientinnen und Patienten in diesem Konstrukt digital oder auch telefonisch erfasst werden könnten. 58 Prozent finden diese Idee sehr gut oder eher gut, dagegen 33 Prozent eher schlecht oder sehr schlecht (Rest: Weiß nicht / keine Angabe).  Eine klare Zustimmung gibt es somit derzeit nicht.

Alter und Einkommen nicht egal

Zwei Drittel der Männer und 51 Prozent der Frauen könnten sich mit einer digitalen Ersteinschätzung anfreunden. Je älter die Befragten sind, desto eher trifft man auf Vorbehalte. Menschen, die sich selbst zur Oberschicht zählen, bejahen diesen strukturierten Filterungsprozess, der letztlich entscheiden würde, ob besser doch der Rettungswagen kommt, die Notaufnahme besucht oder ein Gang zur nächsten Praxis reicht. Denn recht oft kommt es vor, dass Patientinnen und Patienten die Lage falsch einschätzen und unnötigerweise eine Notaufnahme aufsuchen.

Bessere Planung für bessere Versorgung

Die geplante Notfallreform sowie die geplante Einführung einer Primärversorgung sehen eine solche, professionelle Patientensteuerung vor. Und das ergibt sehr viel Sinn. „Wir brauchen eine bessere Logistik und Steuerung, um die Menschen genau dort zu behandeln, wo ihnen am besten geholfen werden kann. Das ist gut für die Patientinnen und Patienten und hilft, die knappe Ressource der medizinischen Fachkräfte zielgenauer einzusetzen“, meint Ralf Metzger, verantwortlich für Unternehmenspolitik bei der AOK Hessen.

*über 1.000 Personen ab 18 Jahren, die in Hessen wohnen (telefonisch; Feldzeit: 14.-21. April 2026)

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