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Bentele zum Schätzerkreis: „Eine stabile Finanzierung der GKV sieht anders aus“

  • Sozialverband VdK fordert sinkende Krankenkassenbeiträge
  • Bentele: „Dauer-Finanzloch muss gestopft werden“

Gesetzlich Krankenversicherte müssen sich nicht auf erneute Beitragserhöhungen einstellen. Das gab der Schätzerkreis beim Bundesamt für Soziale Sicherung jetzt bekannt. Im kommenden Jahr werden die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) voraussichtlich stabil bleiben. Aber auch 2025 sah die Prognose zunächst gut aus, die Zusatzbeiträge wurden dann aber unterjährig stark erhöht.

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VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt: „Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat zunächst scheinbar seine Aufgabe erfüllt. Die Beiträge steigen nicht. Eine stabile Finanzierung der GKV sieht aber anders aus. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wäre wichtig, dass die Beiträge endlich wieder sinken. Die Zusatzbeiträge kommen für die Versicherten schließlich noch obendrauf. Seit Jahren bewegen sie sich auf einem hohen Niveau. Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen brauchen dringend Entlastung. Ziel muss jetzt sein, die Ausgaben der GKV mit den Einnahmen wieder in Einklang zu bringen.“

Um die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung wieder zu füllen, braucht es mehr als die bisher umgesetzten Maßnahmen. Der Sozialverband VdK fordert daher vom Bundesfinanzministerium, den Bundeszuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung zu erhöhen.

„Der Bund lässt die gesetzlichen Krankenkassen und ihre fast 75 Millionen Versicherten mit versicherungsfremden Leistungen weitgehend alleine“, sagt Bentele. „Die Finanzkrise in den Krankenkassen wäre quasi gelöst, wenn der Bund die Rechentricks sein lässt und endlich in vollem Umfang die politisch gewünschten und gesellschaftlich notwendigen versicherungsfremden Leistungen finanziert. Dazu gehören zum Beispiel das Kinderkrankengeld, die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern und teilweise Ehepartnern oder die Krankenversicherung für Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung.“ Der VdK fordert zudem seit vielen Jahren, das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherung aufzulösen. „Wir brauchen eine einheitliche, solidarische Versicherung, in die alle einzahlen – auch Beamtinnen und Beamte, Abgeordnete und gutverdienende Selbstständige, und in der auch Gewinne aus Kapitalerträgen oder Mieten verbeitragt werden. Das würde das Dauer-Finanzloch zusätzlich stopfen.“