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Zu heiß für Hessen: Ein Drittel erschöpft

Über 60 Prozent der Bevölkerung haben in diesem Sommer gesundheitliche Einschränkungen erlebt

Dieser Sommer war außergewöhnlich, auch für die Gesundheit. Eine repräsentative Befragung von 1.000 Personen in Hessen offenbart starke hitzebedingte Belastungen, die zuvor nicht beobachtet worden sind. Frauen geben an, besonders stark von anhaltender Erschöpfung und Kopfschmerzen betroffen gewesen zu sein.

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Im Auftrag der AOK Hessen hat das Institut Insa Consulere telefonisch folgende Frage gestellt: „Welche gesundheitlichen Auswirkungen besonders heißer Tage haben Sie 2026 wahrgenommen, die Sie vor wenigen Jahren noch nicht bei sich festgestellt haben?“ Das Ergebnis erstaunt das Ärzteteam der Gesundheitskasse hinsichtlich der Ausmaße: Ein Drittel gibt an, anhaltend erschöpft gewesen zu sein. Von hitzebedingten Kopfschmerzen berichten 24 Prozent. Mehrfachangaben waren möglich.

Verschlimmert, gesunken, verstärkt

Auf den Plätzen 3 bis 6 folgen: Verschlimmerung von Vorerkrankungen (13 Prozent), Blutdruck nachweislich gesunken (12 Prozent), Übelkeit (11 Prozent) und Verstärkung einer Pollenallergie (10 Prozent). Dagegen haben 33 Prozent keine Auswirkungen bemerkt. Insbesondere weibliche Befragte geben an, anhaltend erschöpft gewesen zu sein (40 Prozent gegenüber 25 Prozent bei den Männern), das gilt auch für hitzebedingte Kopfschmerzen (29 Prozent zu 18 Prozent).

Fast jeder Zehnte hatte Sonnenstich

Dass speziell dieser Sommer mit teilweise über 40 Grad ein Angriff den Organismus stark überlastet, verwundert Dr. Christoph-Gerard Stein, Mediziner bei der AOK Hessen, zwar nicht. „Doch dass über 60 Prozent über Beschwerden klagen, die sie aus den Vorjahren nicht kennen, ist alarmierend, zumal immerhin 9 Prozent von einem Sonnenstich berichten.“ Dieser zeigt sich durch Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, hinzu kommen kann Benommenheit sowie überdeutliche Kopf- und Nackenschmerzen. Auch ein plötzlicher Tinnitus kann auf einen Sonnenstich hindeuten. „Wir müssen davon ausgehen, dass auch die kommenden Sommer solche negativen Effekte auslösen und dadurch auch Fehlzeiten ansteigen“, meint Stein.

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