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AOK Niedersachsen: Grippewelle 2026 verläuft moderater und ist früher beendet

Beim Infektionsgeschehen in Niedersachsen spielt Influenza aktuell keine Rolle mehr.  Nach einem starken Rückgang der Krankheitsfälle zieht die AOK Niedersachsen Bilanz für die Grippe-Saison. Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Peter: „Die Grippewelle verlief diesmal insgesamt moderater. Den Höhepunkt hatten wir mit rund 1.500 Erstkrankschreibungen in der ersten Februarwoche, im Vorjahr lag der Spitzenwert bei 2.500. Aktuell gibt es landesweit nur noch 138 Fälle, damit sind wir mit dem Ende der Grippewelle rund zwei Wochen früher dran als im Vorjahr.“ Für die Analyse hat die AOK Niedersachsen die Arbeitsunfähigkeitsdaten ihrer rund 1,3 Millionen berufstätigen Mitglieder ausgewertet.

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Insgesamt wurden seit Oktober anhand der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung knapp 16.500 Grippeerkrankungen (Vorjahr: 21.500) festgestellt – das entspricht 1.272 Fällen je 100.000 erwerbstätigen Versicherten. Im Durchschnitt waren Betroffene 5,6 Tage krankgeschrieben. Ein Anstieg der Krankschreibungen aufgrund von Influenza wurde bereits Ende Oktober 2025 registriert, in der zweiten Novemberhälfte lagen Neuerkrankungen rund 60 Prozent über Niveau des Vorjahres. Aber auch wenn die Saison stark angefangen hat, entwickelte sich der weitere Verlauf ab Januar deutlich moderater als 2025.

Deutliche regionale Unterschiede

Die Diagnosehäufigkeit war in den 45 Kreisen und kreisfreien Städten sehr unterschiedlich. Die wenigsten AU-Fälle über den gesamten Zeitraum hatten diesmal die Stadt Wilhelmshaven (328 Erkrankte je 100.000 Versicherte), die Stadt Salzgitter (391) und der Landkreis Rotenburg (402), die meisten AU-Fälle gab es dagegen im Landkreis Nienburg (4.014), im Landkreis Hildesheim (2.299) und im Landkreis Emsland (1.633).

Mehr Grippe-Impfungen in Apotheken

Immer mehr Menschen nutzen die Grippe-Impfung in Apotheken. In der aktuellen Saison ließen sich zwischen September und Januar 5.084 AOK-Versicherte in Apotheken gegen Influenza impfen – das ist im Vergleich zur Saison 2023/2024 mehr als eine Verdoppelung. Besonders stark wurde das Angebot in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen angenommen. AOK-Chef Peter: „Die wachsende Bedeutung der Apothekenimpfungen zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Präventionsangebote sind. Gerade ältere Menschen und Berufstätige profitieren von kurzen Wegen und flexiblen Zeiten.“

Die AOK Niedersachsen hat seit Beginn der Grippewelle wöchentlich zum landesweiten Infektionsgeschehen und regionalen Entwicklungen informiert (Wöchentlich: Aktuelles zum Infektionsgeschehen in Niedersachsen | Presse | AOK Niedersachsen).

Über die AOK Niedersachsen

Die AOK ist die größte Krankenversicherung in Niedersachsen (Marktanteil 39,8 Prozent). Über 3 Millionen Versicherte können sich auf den Schutz einer starken Gemeinschaft verlassen. Zwischen Nordsee und Harz ist die Gesundheitskasse an über 100 Standorten vertreten. Die AOK beschäftigt landesweit rund 7.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Haushaltsetat beträgt in der Kranken- und Pflegeversicherung rund 18,5 Milliarden Euro.      

Pressekontakt:

Stefanie Ohlendorf, Telefon: 0511 8701 10010, E-Mail: Stefanie.Ohlendorf@nds.aok.de

Nicola Dubacher, Telefon: 0511 8701 10011, E-Mail: Nicola.Dubacher@nds.aok.de