Gesetzlich Versicherte wünschen sich einen schnelleren Zugang zu Behandlungen in fachärztlichen Praxen, in der hausärztlichen Versorgung sind sie mehrheitlich zufrieden. Dies ist ein Ergebnis der repräsentativen GKV-Versichertenbefragung 2025, die im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes durchgeführt wurde.* Wartezeiten bei Hausarztpraxen von jedem zweiten GKV-Versicherten positiv bewertet Positiv beurteilen GKV-Versicherte Wartezeiten bei ihren Hausarztpraxen: 51 Prozent empfinden die Wartezeiten dort als „genau meinen Wünschen entsprechend“, 35 Prozent als „noch akzeptabel“ und nur 14 Prozent sind unzufrieden. Bei der Fachärzteschaft hingegen sind für 30 Prozent der Versicherten die Wartezeiten „zu lang“ oder „viel zu lang“. Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende beim GKV-Spitzenverband: „In unserer Versichertenbefragung wird deutlich, dass Patientinnen und Patienten sich eine ambulante Versorgung wünschen, die mit unserer modernen Lebens- und Arbeitswelt vereinbar ist. Dazu gehören kürzere Wartezeiten für Facharzttermine sowie flexible Öffnungszeiten in den Praxen allgemein. Aktuell ist jeder Dritte unzufrieden mit den fachärztlichen Terminwartezeiten. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf und haben für die Primärversorgung Vorschläge für eine patientenorientierte Koordination in der ambulanten Versorgung vorgelegt.“ |
„Um die Terminvergabe effizienter zu machen, schlagen wir eine gesetzliche Regelung für ein tagesaktuelles Onlineportal vor: Hier würden alle Arztpraxen einen festzulegenden Anteil ihrer GKV-Termine zur Verfügung stellen. So ein Portal bringt mehr Transparenz über Terminoptionen. Wer echte Gleichbehandlung will, sollte zudem dafür sorgen, dass bei der Terminvergabe nicht mehr danach gefragt werden darf, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist“, fordert Stoff-Ahnis. Die Stichprobe ist repräsentativ für die Grundgesamtheit nach den Kriterien Alter, Geschlecht, siedlungsstruktureller Regionstyp, Bundesland, Bildungsstand, Haushaltsnettoeinkommen und Versicherungsstatus. Alle Angaben beziehen sich ausschließlich auf GKV-Versicherte. Die Prozentangaben wurden gerundet, so dass es vorkommen kann, dass diese sich nicht durchgängig auf 100 Prozent summieren lassen. Hier finden Sie das Positionspapier ‚Primärversorgung: Patientenorientierte Koordination in der ambulanten Versorgung‘. |
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