Anlässlich der heutigen Vorstellung der Pläne der Regierungskoalition zur Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung erklärt Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes: „Dass die Regierungskoalition den Ausgabenanstieg künftig an die Einnahmeentwicklung koppeln will, ist ein wichtiges und starkes Signal, das berechtigte Hoffnung auf künftig anhaltend stabile Krankenkassenbeiträge macht. Dies wäre gut und wichtig für die 75 Millionen gesetzlich Versicherten und unsere Wirtschaft insgesamt. Die Regierungskoalition hat es nun in der Hand, durch rasche und klare Entscheidungen, die alle Bereiche des Gesundheitswesens einbeziehen, für eine gute und verlässliche Gesundheitsversorgung bei stabilen Krankenkassenbeiträgen zu sorgen. Wir haben steigende Einnahmen und können damit in einem angemessenen Rahmen auch künftig steigende Ausgaben finanzieren. Aber was wir in den letzten Jahren erlebt haben, war schlicht zu viel. Uferlose Ausgabensteigerungen müssen ein Ende haben. Der heute vorgestellte engagierte Zeitplan mit einem Kabinettsbeschluss noch in diesem Monat stimmt mich optimistisch, dass die notwendigen Reformen jetzt auch zügig kommen. Die vorliegenden Reformvorschläge der FinanzKommission Gesundheit haben das Potential, dass die Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr insgesamt stabil bleiben oder sogar gesenkt werden können. Wir stehen mit Rat und Tat bereit, um die Bundesregierung und das Parlament bei den angekündigten Reformen zu unterstützen.“ Das viele Geld muss reichen „Die gesetzlichen Krankenkassen geben heute pro Tag über eine Milliarde Euro für die Versorgung der 75 Millionen GKV-versicherten Bürgerinnen und Bürger aus. Das ist sehr viel Geld, das muss reichen. Allein im letzten Jahr sind die Krankenhausausgaben um fast 10 Prozent gestiegen, die Ausgaben für Ärzte um fast 8 Prozent und die für Medikamente um rund 6 Prozent. Um das alles zu bezahlen, mussten erst vor drei Monaten die Krankenkassenbeiträge erneut erhöht werden.“ Langfristige Perspektive notwendig „Wichtig ist, dass das angekündigte Reformpaket auch tiefergehende, strukturelle Veränderungen in den Blick nimmt, damit dieses System, das 75 Millionen Menschen in diesem Land versichert und versorgt, dauerhaft stabil sein kann. Über kurzfristige Einsparungen hinaus sind strukturelle Reformen, die über 2027 hinaus wirken, unverzichtbar.“ |
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