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Trotz widriger Rahmenbedingungen weiter auf Wachstumskurs AOK Niedersachsen schließt 2025 mit einem Überschuss von 34 Mio. Euro ab

Der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen hat in seiner heutigen Sitzung Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 gezogen. Rund 35,5 Millionen Euro leistete die AOKN täglich für die Gesundheitsversorgung ihrer Versicherten. Bei einem Gesamtausgabevolumen von 13,75 Milliarden Euro konnte die AOK Niedersachsen insgesamt einen positiven Jahresabschluss erzielen. Das positive Ergebnis von 34 Millionen Euro unterstreicht die weiterhin solide wirtschaftliche Grundlage des niedersächsischen Marktführers und die verantwortungsvolle Finanzsteuerung unter extremen Herausforderungen und Spardruck im Gesundheitssystem. 

Lars Niggemeyer, Verwaltungsratsvorsitzender für die Versicherten: „Es ist ein Kraftakt, das Gesundheitswesen in diesen Tagen mit allen Akteuren so zu reorganisieren, dass das System dauerhaft stabil bleibt und die Beiträge bezahlbar sind. Wir sind in der Verantwortung, für die Menschen in Niedersachsen eine hochwertige und nachhaltige Gesundheitsversorgung zu gestalten. Dazu gehört insbesondere eine zügige Krankenhausreform, welche die Versorgung im Land steuert. Zudem braucht es im ambulanten Bereich neue, effiziente Behandlungskonzepte wie das Primärarztsystem.“

Das Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist ein zentraler Hebel zur Konsolidierung der GKV-Finanzen. Es darf keine Unwucht zum Nachteil der Versicherten und Arbeitgeber geben, so der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen. „Wenn die Regierungskoalition die jährlichen 12 Milliarden Euro für die Gesundheitsversorgung der Bürgergeldbeziehenden nicht auf die Krankenkasse abwälzen würde, wären allein schon zwei Drittel der Finanzlücke gedeckt. Stattdessen wird aber auch noch der Bundeszuschuss für versicherungsfremde Leistungen um zwei Milliarden gekürzt. Beitragsgelder werden missbraucht, um die klamme Bundeskasse zu füllen“, so Christoph Meinecke, Verwaltungsratsvorsitzender der Arbeitgeber.

Leistungsausgaben auf historischem Höchststand
Die Leistungsausgaben der AOK Niedersachsen erhöhten sich 2025 auf fast 13 Milliarden Euro – das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 9,7 Prozent und historischer Höchststand. Für jeden Versicherten wurden im Schnitt 4.212 Euro bezahlt. Die höchsten Anteile hatten hier Krankenhausbehandlungen (4,277 Milliarden Euro, plus 11,6 Prozent), Arzneimittel (2,195 Milliarden Euro, plus 8 Prozent) und die ambulant-ärztliche Versorgung mit 2,062 Milliarden, plus 12,2 Prozent). Kostentreiber sind hier u.a. steigende Personalkosten und insgesamt hohe Preisentwicklungen.

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von 2,9 Prozent, wie ihn Schätzerkreis und Bundesgesundheitsministerin mit Blick auf das laufende Jahr für ausreichend gehalten haben, ist längst Makulatur. Der tatsächlich erhobene durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt in der GKV jetzt bei 3,13 Prozent, die AOK Niedersachsen mit 2,98 Prozent deutlich darunter.

„Die drastische Ausgabendynamik setzt sich 2026 ungebrochen fort. Das muss zwingend verhindert werden, steigende Lohnnebenkosten bremsen die angespannte Wirtschaftslage zusätzlich. Wir brauchen konsequente Strukturreformen, die die Investitionskraft im Gesundheitswesen stärken“, betont Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen.

„Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen ist die Anzahl der Versicherten bis zum Jahresende 2025 auf 3,1 Millionen angestiegen. Das ist ein Zuwachs von rund 20.000 Versicherten, die den Wachstumskurs der AOK Niedersachsen unterstreichen“, so Dr. Jürgen Peter.

Über die AOK Niedersachsen

Die AOK ist die größte Krankenversicherung in Niedersachsen (Marktanteil 39,8 Prozent). 3,1 Millionen Versicherte können sich auf den Schutz einer starken Gemeinschaft verlassen. Zwischen Nordsee und Harz ist die Gesundheitskasse an über 100 Standorten vertreten. Die AOK beschäftigt landesweit rund 7.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Haushaltsetat beträgt in der Kranken- und Pflegeversicherung rund 18,5 Milliarden Euro.     

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