Was Menschen so tun, um früher einen Arzttermin zu bekommen / Befragung im Auftrag der AOK Hessen
Zuweilen kann es Monate dauern, bis ein fachärztlicher Termin für GKV-Versicherte frei ist. Nicht alle wollen so lange warten. Sie übertreiben Beschwerden und Symptome. Oder sie greifen tief in die Tasche. Eine repräsentative Befragung* der AOK Hessen zeigt: 41 Prozent der Bevölkerung machen das eine oder das andere – oder sogar beides.
Die Frage lautete: Haben Sie in den vergangenen Jahren schon einmal etwas der folgenden Dinge getan, um schneller vorstellig zu werden? Mehrfachnennungen waren möglich. Zu diesen Optionen gehörte auch: „Beschwerden und Symptome bei der Erstanfrage bewusst übertrieben“. 17 Prozent bejahen das. Das gilt vor allem für jüngere Menschen und solche, die sich zur Oberschicht zählen. Jede fünfte Person in Hessen hat Leistungen selbst gezahlt und sich somit den Status eines Privatversicherten erkauft. 13 Prozent haben zugesagt, so genannte IGeL-Leistungen in Anspruch zu nehmen, obwohl diese aus ihrer Sicht gar nicht notwendig waren. Insgesamt 54 Prozent haben nichts davon getan (Rest: Weiß nicht = 4 Prozent und Keine Angabe = 1 Prozent).
Es gibt noch andere Wege
„Dass sich 20 Prozent dazu entscheiden, die fachärztliche Leistung lieber selbst zu zahlen – die Beträge dürften im Regelfall dreistellig sein – ist ein erstaunlicher Befund. Diese Option können sich jedoch bei weitem nicht alle Menschen leisten“, meint Dr. Christoph-Gerard Stein, Arzt bei der AOK Hessen. Dabei gibt es noch andere Wege, schneller zum Beispiel bei einer Dermatologin vorstellig zu werden: Der wohl bekannteste ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, bundesweit und rund um die Uhr erreichbar unter 116117. Zusätzlich bietet die AOK Hessen eine ähnliche Serviceleistung an.
*über 1.000 Personen ab 18 Jahren, die in Hessen wohnen (telefonisch; Feldzeit: 14.-21. April 2026)
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