IKK e.V.

IKK e.V. fordert sachliche Diskussion über Fehlanreize und Abrechnungspraxis

Zur aktuellen Diskussion um das Pflegebudget meint auch der IKK e.V.: Wer auf
Unstimmigkeiten in der Abrechnungspraxis hinweist, sollte dies tun können, ohne
sich pauschalen Angriffen auszusetzen. Eine offene, sachorientierte Diskussion über
mögliche Fehlanreize ist im Interesse aller Beitragszahlenden, also der Versicherten
und Arbeitgeber. Und eine solche Diskussion ist notwendig, um die Finanzierung der
gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltig zu sichern!
Das Pflegebudget steigt seit Jahren überproportional, sodass Handlungsbedarf bei
der Abgrenzung und Verwendung der Mittel besteht. Die Erfahrungen aus den
Abrechnungsprüfungen der Krankenkassen bestätigen, dass die aktuelle Regelung
in vielen Fällen zu Unsicherheiten und Fehlanreizen führt. Wenn das Pflegebudget
ihr Ziel erreichen soll – nämlich die direkte Stärkung der Pflege am Bett –, dann
braucht es klare Definitionen, transparente Nachweise und wirksame
Kontrollmechanismen.
Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, per sé Kliniken zu diskreditieren. Vielmehr
gilt es, gemeinsam in der Selbstverwaltung dafür zu sorgen, dass Beitragsgelder
sachgerecht eingesetzt werden. Nur so lässt sich vermeiden, dass Fehlanreize
zulasten der Beitragszahlenden entstehen. Der IKK e.V. unterstützt daher den
Ansatz, bestehende Regelungen kritisch zu prüfen und gegebenenfalls
nachzuschärfen. Eine sachliche, faire Diskussion über notwendige Korrekturen
gehört zum Kern eines funktionierenden Gesundheitswesens – dazu müssen alle
Beteiligten bereit sein.
Presseinformation
Pressesprecherin
Iris Kampf
Tel.: 030 202491-32
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