Landleben gesünder als Wohnen in der Stadt
Kernergebnisse
- 47 Prozent der Befragten aus ländlichen Regionen schätzen laut einer BARMER-Umfrage ihr Wohnumfeld als sehr gesund ein. Bei Einwohnern von städtischen Gebieten lag der Anteil nur bei 27 Prozent.
- 39 Prozent aller Befragten halten ihr Wohnumfeld für sehr gesund.
- Je höher das Einkommen, desto positiver wird das Wohnumfeld bewertet. 34 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 3.000 Euro und 46 Prozent der Personen mit mindestens 5.000 Euro Monatseinkommen halten das ihrige für sehr gesund.
- BARMER-Chef Straub: „Das Wohnumfeld ist von hoher gesundheitlicher Relevanz. Deshalb stärkt die BARMER gemeinsam mit kommunalen Partnern Prävention und Gesundheitsförderung vor Ort. Je besser das Wohnumfeld, desto mehr kommt das dem Wohlbefinden zugute.“
Berlin 3. Juli 2026 – Auf dem Land lebt es sich gefühlt gesünder als in der Stadt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der BARMER. Demnach schätzen 47 Prozent der Befragten ab 18 Jahren aus ländlichen Regionen ihr Wohnumfeld als sehr gesund ein, während dies nur 27 Prozent der Stadtbewohner tun. „Das Wohnumfeld ist von hoher gesundheitlicher Relevanz. Deshalb stärkt die BARMER gemeinsam mit kommunalen Partnern Prävention und Gesundheitsförderung vor Ort. Je besser das Wohnumfeld, desto mehr kommt das dem Wohlbefinden zugute“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.
Je höher das Einkommen, desto gesünder das Wohnumfeld
Laut Umfrage für die BARMER geben 39 Prozent aller Befragten an, in einem sehr gesunden, 56 Prozent in einem eher gesunden und fünf Prozent in einem eher ungesunden Wohnumfeld zu leben. Dabei fällt die Bewertung bei Personen mit niedrigerem Einkommen tendenziell schlechter aus. So sahen sich nur 34 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 3.000 Euro in einem sehr gesunden Wohnumfeld leben, während es unter den Befragten mit mindestens 5.000 Euro Monatseinkommen 46 Prozent waren.
Luftqualität schneidet am schlechtesten ab
Wie aus der Forsa-Umfrage weiter hervorgeht, gibt es deutliche Unterschiede bei der Bewertung einzelner Faktoren, die das Wohnumfeld beeinflussen. 61 Prozent der Befragten stuften die Verfügbarkeit von Grünflächen und Parks in ihrem Wohnumfeld als sehr gesund ein und lediglich 41 Prozent die Luftqualität. Dabei gibt es massive Unterschiede zwischen Stadt und Land. So schätzten nur 20 Prozent der Stadtbevölkerung die Luftqualität vor Ort als sehr gesund ein und 54 Prozent der Befragten in ländlichen Regionen.
Q&A
Gibt es große Unterschiede zwischen Stadt und Land?
In fast allen befragten Kategorien stuften Menschen auf dem Land das Leben deutlich gesünder ein als Personen in der Stadt. 73 Prozent der Landbewohner hielten die Verfügbarkeit von Grünflächen und Parks in ihrem Umfeld für sehr gesund. Bei Befragten aus städtischen Regionen waren es 45 Prozent. Beim Thema Nachbarschaftsklima lagen die Ergebnisse bei 52 zu 35 Prozent, bei Bewegungsmöglichkeiten durch Radwege, Sportanlagen und mehr bei 51 zu 36 Prozent und in der Frage zu Sicherheit und Kriminalität vor Ort bei 51 zu 34 Prozent. Keinen signifikanten Unterschied gab es lediglich bei der Nahversorgung mit gesunden Lebensmitteln mit 49 zu 47 Prozent.
Welche Detailunterschiede gibt es mit Blick auf die Gehälter?
Für alle Kategorien gilt: je höher das Einkommen, desto gesünder schätzen die Befragten ihr Lebensumfeld ein. Dies gilt insbesondere für die häusliche Situation. 35 Prozent der Befragten mit einem Monatseinkommen unter 3.000 Euro beurteilten sie als sehr gesund und 59 Prozent der Befragten mit mindestens 5.000 Euro. Bei der Nahversorgung mit gesunden Lebensmitteln waren 39 versus 55 Prozent.
Wie wurde die Befragung durchgeführt?
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Januar und Februar 2026 im Auftrag der BARMER 1.791 Personen ab 18 Jahren in computergestützten Telefoninterviews. Gewichtet wurde nach Region, Alter, Geschlecht und Schulbildung. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus beziehungsweise minus 3,2 Prozentpunkten. Bei den Ergebnissen sind Abweichungen von 100 Prozent aufgrund von Rundungsdifferenzen möglich.
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