Belastung für das eigene Portemonnaie liegt im ersten Jahr bei 3.281 Euro pro Monat.
Die finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen, die in einem hessischen Pflegeheim leben, ist laut einer aktuellen Auswertung der AOK Hessen erneut gestiegen. Die durchschnittliche Gesamtbelastung der Bewohnerinnen und Bewohner liegt nach Abzug der nach Wohndauer gestaffelten Leistungszuschläge der Pflegeversicherung 2026 bei mehr als 2.600 Euro pro Monat. Vergangenes Jahr waren es noch rund 2.400 Euro. Und: Wer weniger als 12 Monate in einem Pflegeheim lebt, zahlt sogar 3.281 Euro aus der eigenen Tasche.
Die aktuelle Analyse zeigt, dass die Gesamtkosten für einen hessischen Heimplatz Mitte 2026 deutlich über 5.000 Euro lagen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 5.137 Euro (2025: 4835 Euro) zahlte die Pflegekasse im Durchschnitt 1.537 Euro. Zusätzlich bekamen die Bewohnerinnen und Bewohner von der Pflegeversicherung durchschnittlich 972 Euro pro Monat für ihre pflegebedingten Eigenanteile in Form der nach Wohndauer gestaffelten Zuschläge erstattet. Durchschnittlich 1.150 Euro mussten sie selbst für die Pflege zuzahlen, hinzu kamen im Schnitt 1.006 Euro für Unterkunft und Verpflegung sowie 472 Euro für Investitionskosten. Daraus ergibt sich nach Abzug der Zuschläge eine durchschnittliche Gesamtbelastung von 2.628 Euro pro Monat. Bei den Pflegebedürftigen mit langer Wohndauer haben die Zuschläge laut der Auswertung durchaus für eine deutliche Entlastung gesorgt. So hatten Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Wohndauer von mehr als drei Jahren Mitte 2026 eine Gesamtbelastung von lediglich 2.008 Euro zu tragen. Insgesamt ist der Trend zu immer höheren Eigenanteilen allerdings ungebrochen.
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